Spannung bis zum Schluss!
Robotik-Wettbewerb 2026: Mannheim macht das Rennen.
Wenn die Hector-Kurse aus Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Pforzheim im Robotik-Wettbewerb aufeinander treffen, ist Spannung vorprogrammiert. Zehn Wochen haben die Hectorianerinnen und Hectorianer an ihren Robotern getüftelt, Ideen entwickelt und wieder verworfen, Höhen und Tiefen durchlebt. Während einige "auf den letzten Drücker" fertig wurden und im Wettbewerb erstmals stabil laufen, tauchen bei anderen plötzlich Probleme auf: Vielleicht liegt es an den Lichtverhältnissen, vielleicht am rutschigen Parkett-Boden? Die Gründe sind auch für die betreuenden Kursleitenden nicht immer nachvollziehbar. Und so liegen Freude und Enttäuschung im Wettbewerb nahe beieinander.
"Es wird nur einen Sieger geben, aber Gewinner sind wir alle!", betont Rico Lippold, Geschäftsleiter des Hector Seminars, daher gleich zu Beginn des Wettbewerbs in seiner Begrüßung und dankt allen Beteiligten, für ihren Einsatz im und um den Wettbewerb, darunter Dr. Jens Bortloff, der von Seiten des gastgebenden Technoseums die zahlreich erschienenen Gäste begrüßt, sowie als Vertreter der Hector-Stiftung Torsten Dämgen, Geschäftsführer der Hector-Geschäftsführungs-GmbH.
Während für das Publikum der Wettbewerb am Nachmittag startet, haben die Hectorianerinnen und Hectorianer am Vormittag schon ein umfangreiches Programm hinter sich gebracht: In Kolloquien müssen sie einer Fachjury ihre Roboter vorstellen und ihre jeweiligen Pläne, den Projektverlauf oder auch mögliche Alternativen präsentieren. Dabei bewerten die Juroren Ben Freudenberg, Christian Waibel (beide ehemalige Hectorianer), Andreas Wolff (ehemaliger Kursleiter) und Dr. Martin Weiss (Kurator am Technoseum Mannheim) nicht nur fachliche Aspekte bei Konstruktion und Programmierung - auch das Projektmanagement und die Zusammenarbeit im Team sind wichtige Kriterien, die bei der Bewertung berücksichtigt werden.
Zum Nachmittag füllt sich der Marktplatz vor dem Auditorium merklich. Hier präsentieren die Hectorianerinnen und Hectorianer die Ergebnisse der so genannten Kreativ-Aufgabe, die bewusst offen formuliert ist: "Baue einen interaktiven Roboter (der das Publikum begeistert)." Entsprechend vielfältig sind die Ergebnisse: Das Pforzheimer Team hat einen "Phantom-Safe" entwickelt, aus Karlsruhe kommt ein Kugelspiel, der Heidelberger Kurs nutzt beim "Roboball" Air-Hockey-Roboter und am Mannheimer Stand kann man interaktiv Bowling spielen. Auf Postern werden zudem die Roboter aus den drei Wettbewerbsaufgaben präsentiert, die im Folgenden gegeneinander antreten.
Runde 1: Die Rettungsmission
Um eine gelbe Figur zu retten, müssen die Roboter durch ein Labyrinth fahren; am Ende der Strecke die Figur greifen und durch das Labyrinth zurück fahren. Gewonnen hat, wer als erster samt geretteter Figur zurück ist, was dem Heidelberger Roboter am besten gelingt.
Runde 2: Der Staffellauf
Gleich zwei Roboter sind hier im Einsatz. Wie bei einem Staffellauf üblich, darf der zweite Roboter erst losfahren, wenn eine Berührung stattgefunden hat, wobei dies mehrfach wiederholt wird und am Ende alle Roboter wieder parken müssen. Zeitgleich überqueren die Roboter aus Karlsruhe und Heidelberg das Ziel und teilen sich den ersten Platz.
Runde 3: Der Taxi-Roboter
Vier verschieden farbige Gegenstände müssen in einer vorher zufällig festgelegten Reihenfolge zu entsprechend gekennzeichneten Zielfeldern transportiert werden, worauf der Taxi-Roboter mit einem Schlusssignal in den Feierabend gehen darf. Hier können im Wettbewerb die Roboter aus Mannheim und Pforzheim überzeugen.
Entsprechend eng ist das Ergebnis nach den Aufgaben 1 bis 3 wie die Jury bei der finalen Bewertung feststellt. Die Entscheidung muss die Kreativ-Aufgabe bringen, bei der das Publikum mit abstimmen darf - allerdings nicht für den standorteigenen Roboter. Hier setzt sich der Mannheimer Bowling-Roboter durch und so kann sich am Ende der Mannheimer Kurs über den Gesamtsieg und den Pokal freuen. Herzlichen Glückwunsch nach Mannheim und bis zum nächsten Jahr!
Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere den Hectorianerinnen und Hectorianer des Jahrgangs 2023 für ihren großen Einsatz. Unser Dank gilt zudem den Mitarbeitenden des Technoseums Mannheim, der fachkundigen Jury sowie der Hector-Stiftung, allen voran den Stiftern Josephine und Dr. Hans-Werner Hector.
Fotos: A. Richert
