Aktuelle Meldungen
Neues aus dem Hector-Seminar
Ob Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Physik, Technik oder interdisziplinär – im Hector-Seminar beschäftigen wir uns mit vielfältigen Themen aus dem MINT-Bereich. Häufig gilt dabei: Raus aus dem Klassenzimmer, rein in Natur, Hörsaal oder Labor!
Wie kommt der Sand an den Baggersee?
An heißen Sommertagen zieht es viele Besucher an den Baggersee? Doch woher stammt eigentlich der Sand, auf dem sie liegen? Im Modul Baggersee gehen die Hectorianerinnen und Hectorianer dieser Frage nach. Nachdem sie am Epplesee bei Karlsruhe Proben genommen und ihre Zusammensetzung untersucht haben, deutet alles darauf hin, dass zerkleinerte Gesteine aus Schwarzwald und den Alpen über die Alb und den Rhein transportiert wurden. Beim Besuch des Instituts für Wasser und Umwelt (IWU; KIT) erläuterte Dr. Frank Seidel die Folgen menschlicher Eingriffe auf Flusssysteme, etwa die Rheinbegradigung durch Tulla und zeigte, welche aktuellen Forschungsfragen am Institut derzeit untersucht werden.

Ausgezeichnet!
Über einen tollen Erfolg durften sich Arthur Messerschmidt und Eric Frommherz (KA 19) beim Bundeswettbewerb Jugend forscht freuen: Nachdem sie sich als Landessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik für das Bundesfinale in Herzogenaurach qualifiziert hatten, erhielten sie dort für ihre Arbeit aus der Kooperationsphase zum Thema "MathBattery - Numerische Simulation von ellipsoidalen Aktivpartikeln in einem Akkumulator" den mit 1000 € dotierten Sonderpreis des VDE für eine Arbeit auf dem Gebiet der Elektronik, Energie- oder Informationstechnik. Wir gratulieren den beiden sowie den Projektbetreuern Prof. Dr. Willy Dörfler (Karlsruher Institut für Technologie) und Dietmar Gruber (Hector Seminar) ganz herzlich.
Stiftung Jugend forscht e. V.Unterwegs am Bach
Eine Woche lang haben die Hector-Kurse H24 am Landesschulzentrum für Umweltbildung Fließgewässer in und um Adelsheim erforscht. Nachdem sie bei einer ersten Begehung am Fischbach, einem Gewässer aus dem Muschelkalk, Fragen gesammelt hatten, lernten die Hectorianerinnen und Hectorianer an den Folgetagen biologische, chemische, physikalische und geographische Untersuchungsmethoden kennen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen analysierten die 7.-Klässler einen weiteren Bach, diesmal aus dem Buntsandstein, verglichen die Ergebnisse und fanden Antworten auf ihre eingangs gestellten Fragen.
Grenzüberschreitend forschen.
Am Anfang stand eine Projektanfrage der TheoPrax-Stiftung - am Ende eine Reise nach Salvador de Bahia, Brasilien! Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der SENAI-Schule Dendezeiros waren sieben Hectorianerinnen und Hectorianer aus den Kursen KA21 und KA22 der Frage nachgegangen, wie man defekte Smartphones weiterverwenden kann. In regelmäßigen online-Treffen wurden gemeinsam Ideen entwickelt, wie z. B. den Einsatz als Türöffner mit Gesichtserkennung. Beim Besuch in Brasilien konnten sich die Projektpartner dann, dank der großzügigen Unterstützung der TheoPrax-Stiftung, auch persönlich kennenlernen.

T-minus 10 Sekunden
Start des Stratosphärenballons aus Pforzheim
Start und Bergung geglückt! Am 09.05.2026 fand unter perfekten Bedingungen der langersehnte und mit Spannung erwartete Start des Stratosphärenballons aus Pforzheim statt. Nach mehreren Monaten intensiver Zusammenarbeit sind alle Teilnehmer des Moduls stolz und erleichtert, dass die Sonde den Weg auf knapp 40.000 Meter und zurück – nach Kornwestheim – gefunden hat. Nun steht die intensive Auswertung des Bild- und Datenmaterials an.

Am Baggersee
- wie Forschung funktioniert.
Warum gibt es so viele Baggerseen im Raum Karlsruhe? Und woher stammt der Kies, der dort gefördert wird? Im Modul Baggersee geht es nicht um eine schnelle Antwort mit Hilfe von Suchmaschinen und KI - die Hectorianerinnen und Hectorianer sollen statt dessen eigene, kreative Hypothesen entwickeln und Möglichkeiten finden, wie man diese überprüfen kann. Bei der Exkursion an den Epple-See bei Karlsruhe haben sie dazu ein Profil freigelegt und Proben genommen, die sie in den folgenden Sitzungen untersuchen werden. Dann wird sich zeigen, ob die Ergebnisse die favorisierte Hypothese belegen oder doch noch einmal neu gedacht werden muss.

IBO, IChO und IPhO 2027
Die Internationalen Science Olympiaden in Biologie (IBO), Chemie (IChO) und Physik (IPhO) sind gestartet. Bis Anfang September bleibt nun Zeit, die teils anspruchsvollen Aufgaben der 1. Runde zu bearbeiten. Die Besten qualifizieren sich für die Klausurenrunde, in der umfangreiches Wissen, das weit über schulische Inhalte hinaus geht, abgefragt wird, bevor in zwei weiteren Wettbewerbsrunden, das Team für die Internationalen Olympiaden ermittelt wird. Eine echte Herausforderung, die nicht nur spannend ist, sondern auch Spaß macht!

GYPT
- der etwas andere Physik-Wettbewerb.
Beim German Young Physicists' Tournament - kurz GYPT - dreht sich alles um Physik. 17 anspruchsvolle Rätsel zu physikalischen Phänomenen werden jedes Jahr veröffentlicht und von Jugendlichen theoretisch und praktisch erforscht. Die Ergebnisse präsentieren die Gruppen in (englischsprachigen) Kurzpräsentationen und diskutieren diese mit anderen Teams. Dana Kang und Linda Wachsmuth haben sich in diesem Jahr gemeinsam mit Evan Wang mit den Problemen "Ring fountain" (s. Foto) und "Twisted spaghetti" beschäftigt und konnten sich gleich in ihrem ersten Jahr für den Bundeswettbewerb qualifizieren.

Modul Rechnerbau
Ein Taschenrechner – für die meisten eine Selbstverständlichkeit. Für die Teilnehmenden des Moduls Rechnerbau ist er das nicht mehr. Sie haben ihn verstanden: von der Physik einzelner Logikgatter bis zur Arithmetik eines Volladdierers, von BCD-codierter Zahlendarstellung bis zur leuchtenden 7-Segment-Anzeige. Was in der Simulation funktionierte, wurde anschließend mit realen 74xx-Bausteinen aufgebaut – und bewies: Digitale Elektronik ist kein Zauberwerk, sondern pure Logik.

Landessieg und Sonderpreise
Fünf Hector-Teams waren als Regionalsieger zum Landeswettbewerb Jugend forscht nach Aalen angereist - eines ist durchgekommen. Arthur Messerschmidt und Eric Frommherz konnten sich mit ihrem Kooperationsprojekt "Math Battery - Numerische Simulation von ellipsoiden Aktivpartikeln in einem Akkumulator" für das Bundesfinale qualifizieren. Auch die anderen Hector-Teams im Wettbewerb durften sich über viel Anerkennung und Sonderpreise freuen. Auf die Erstplatzierten wartet noch ein besonderes Highlight: Als Landessieger dürfen sie an der Abschlussverstaltung der Lindauer Nobelpreisträgertagung teilnehmen. Wir gratulieren allen Teilnehmenden und wünschen Arthur und Eric viel Erfolg beim Bundeswettbewerb, der vom 28. - 31. Mai 2026 in Herzogenaurach stattfinden wird.


